Die neue Wohnanlage zeigt einen sensiblen Umgang mit privatem und öffentlichen Freiraum auf. Den Wohnungen im Erdgeschoss werden Gärten vorgelagert, die zum halböffentlichen Quartiersplatz im Zentrum der Bebauung ausgerichtet sind. Dieser Platz wird von gemeinschaftlich genutzten Räumen umspielt und belebt. Hier befinden sich reichlich Sitz- und Liegemöglichkeiten (Sitzbänke, Hängematten, Trinkbrunnen sowie ein reichhaltiges Spielangebot, das in unterschiedliche Themenschwerpunkte unterteilt wurde. Diese Spielinseln laden sowohl Kleinkinder als auch Jugendliche zum Balancieren, Klettern, Erholen oder Sandspielen ein. Der überdachte Aktivbereich im Norden mit Kletterseilen ist auch bei Schlechtwetter nutzbar. Besonderer Wert wurde bei der Wegegestaltung auf die Reduktion des Versieglungsgrades sowie auf die Nutzung heller Oberflächen gelegt. So werden die Hauptwege mit hellen Ortbetonfeldern ausgestaltet und die Nebenflächen mit durchlässigen Materialen zur Verbesserung der Speicherfähigkeit und Verdunstung. Neben befestigten Flächen begleitet eine natürliche Stauden- oder Heckenbepflanzung die barrierefrei ausgestalteten Wege und schafft eine offene kommunikative Atmosphäre und weiche Übergänge zwischen privat und gemeinschaftlich genutzten Flächen. Eine Folge von grünen Inseln bildet interaktive Kreuzungspunkte mit unterschiedlichen Funktionen aus. Im Osten des Grundstücks soll der Bach renaturiert und zugänglich gemacht werden.