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Konzept

Das Projekt basiert auf der Weiterführung der Studie des kooperativen Verfahrens, wobei die strategischen Ziele insbesondere im südlichen Teil verfeinert und städtebaulich überarbeitet wurden.
Charakteristisch für das Projekt ist eine Abfolge von öffentlichen und halböffentlichen Freiräumen: Die Erschließungsachse der „Loft City“ wird als urbane Entwicklungsachse weitergeführt. Diese definiert einen urbanen Raum mit öffentlichem Charakter bis zum BT 7 (Veranstaltungszentrum Bienvenue). Von dort an nimmt der Charakter der Öffentlichkeit ab, wobei der Durchgang zur Puchsbaumgasse (BT3) den Grünraum der in den 1980ern erbauten Wohnanlage „Ankerbrotgründe“ in den privateren, höher gelegenen „Grünen Hof“ fortführt und somit die fußläufige Durchwegung des gesamten Viertels stärkt. 

Der gemeinsame Stadtraum
Eine innere, städtische Promenade führt den öffentlich nutzbaren Freiraum des Ankerbrot-Areals ins Projektgebiet. Gestaltete Freiraum-Tools dienen als die gemeinsame Nutzung fördernde Werkzeuge. Sie sind stets mehrfach nutzbar und für viele Nutzer:innengruppen anwendbar. Die "Lange Tafel" zum Beispiel dient als Werkbank und Treffpunkt vor den Gemeinschafts- und Werkräumen. Ein Highlight ist der teilweise überdachte Jugendspielplatz mit seiner "Holztribüne" und der weich modellierten Spiel- und Klettermulde.

Der „Grüne Hof“: ein gemeinsam gebauter Garten - ein Wildgarten
Die Grünräume der Nachbarschaft verbinden sich über eine Rampe mit dem hofartigen Gemeinschaftsgarten. Initiale Grünstrukturen und die sogenannten "Gartenwerkzeuge" als multifunktionale Gartenmöbel versorgen einen veränderbaren und nutzungsoffenen Gemeinschaftsgarten. Die vollflächige Intensivbegrünung erzeugt höchste Nutzungsflexibilität. Ein zentrales Gartenwerkzeug ist der Kleinkinderspielplatz als Treff- und Ankerpunkt. Als Stauraum für Gartengeräte dienen mehrere Holzschränke. Die restlichen Gartenmöbel und Bepflanzung werden gemeinsam von allen gebaut.

Das Zusammenspiel(en) am höchsten Punkt
Auf dem Dachgeschoss des Studierendenheims befinden sich zusätzliche hauseigene Gemeinschaftsterrassen und ein Streetballplatz. Die Studierenden können sich hier so richtig auslassen und diverse Ballspielarten mit Blick auf die Fabrik bzw. die Tangente ausüben. Auf den Dächern der Bauteile 1-3 befinden sich ebenfalls hauseigene Gemeinschaftsterrassen und Dachgärten.

Der ökologische Mehrwert
Die Maximierung der versickerungsfähigen Oberflächen, die Verwendung heller Oberflächen und großkroniger Laubbäumen reduziert den Urban Heatisland Effekt. Sämtliche Dächer sind so weit wie möglich intensiv bzw. extensiv begrünt. Dies verbessert die Wasserrückhaltung am Grundstück und erhöht die Verdunstungsleistung. Die naturnahe Gestaltung beim Gemeinschaftsgarten reduziert den Bewässerungs- und Düngeaufwand. Durch die Verwendung von Wildblumen und -kräutern steigert sich die Biodiversität am Grundstück.

Design

Fakten

TYP: Wohnbau

Lage: 1100 Wien, Österreich

Fläche: 21.000 m2

Planung: 2016-2025

STATUS: Realisiert

Partner: -Gerner°Gerner plus ZT GmbH, M&S Architekten ZT GmbH, Transparadiso ZT GmbH