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YEWO on Tour: Kopenhagen in drei Tagen

Eine Studienreise in eine der innovativsten europäischen Metropolen - natürlich mit dem Rad!

Drei Tage lang hat YEWO die dänische Hauptstadt erkundet und das natürlich mit dem Fahrrad, dem populärsten Fortbewegungsmittel der nordischen Küstenmetropole. Dabei war es das Ziel, wichtige Objekte zu besichtigen um Inspiration zu tanken, spannende neue Lösungen zu finden und diese kritisch zu diskutieren. Ein besonderes Highlight war der Besuch beim gefragten Architekturbüro Gehl Architects, wo wir einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und die Projekte gewinnen konnten. Die jährliche Städtereise ist für alle YEWO Mitarbeiter eine Gelegenheit den fachlichen Horizont zu erweitern und auch abseits des Büros noch stärker zusammenzuwachsen.

Kopenhagen ist Fahrradstadt
Eine Stadt mit dem Rad zu „erfahren" ist schon ein besonderes Unterfangen, noch dazu wenn die Gruppe aus rund 20 Personen besteht. Im Fahrradverliebten Kopenhagen ist das aber leichter als gedacht, denn das Fahrrad ist dort die effizienteste Art von A nach B zu kommen. Dem spielt die flache Topografie in die Hände, aber auch ein massiver Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur mit einem ganzheitlichen Konzept für die Fortbewegung zwischen Wohnort und Arbeit/Uni/Schule hat dazu beigetragen. Etwas, von dem wir uns für Wien natürlich auch noch mehr wünschen würden.

Umso einfacher war es zu den vielen Hotspots zu kommen, die für die Stadt-Tour dem Programm standen. Jede und jeder hatte die Patenschaft für jeweils eine Station übernommen und somit die Aufgabe, Eckdaten, Zahlen und Fakten, Gestaltungsprinzipien sowie Historie zusammenzutragen. Diese wurden auf jeweils einem Factsheet zusammengefasst und so entwickelte sich mit jeder Station eine umfangreiche Broschüre, in der die komplette Reise nachzulesen war.

Drei Farben
Unter den 22 Stationen standen Plätze, Parks, Brücken, Wohnbauprojekte und ganze Stadtentwicklungsgebiete. Herausgestochen habt unter anderen der Superkilen Park, der durch plakative farbliche Codierung auffällt. Dabei ist der rote Platz die Aktivitäts-Zone mit großem Skatepark, der grüne Bereich bietet Erholung und der Schwarze Markt ist der soziale Treffpunkt. Der Platz ist definitiv ein optisches Wahrzeichen und die verschiedenen Nutzungsangebote werden auch gut angenommen, wie wir auf dem belebten Gelände selbst feststellen konnten.

Wassermanager
Ein großes Thema in der Planung ist für uns das Wassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip. Hier gibt es in Kopenhagen mehr als genug spannende Beispiele, wie beispielsweise den Sønder Boulevard im angesagten Vesterbro-Viertel. Ein langer, ungenutzter Grünstreifen wurde da in einen belebten Park mit ausgeklügeltem Regenwasser-Leitsystem für den Fall von Naturkatastrophen und Überschwemmungen umgewandelt. Die Dänen sind in dieser Hinsicht besonders herausgefordert, da der Boden in der Kopenhagener-Gegend ohnehin schon nicht sonderlich aufnahmefähig ist und die städtische Versiegelung dabei nicht gerade hilft. Komplexe Lösungen, um das Wasser in Reservoirs zu sammeln, geordnet abzuleiten und im besten Fall mit Versickerung und Verdunstung lokal zu behalten, beschäftigen uns auch bei unseren Projekten in Österreich und ganz Europa.

Ein weiteres Beispiel ist der Enghaveparken. Hier musste ein denkmalgeschützter Park aus der neoklassizistischen Zeit mit einem hochmodernen funktionalen Hochwasserschutz aufgerüstet werden. Mehrere Auffangbecken und automatisch hochfahrende Dammwände bieten heute mit ausgeklügelten Sicker- und Auffangmechanismen Schutz.

Auf dem Carlsberg
Besonders gut gefallen hat uns auch die vom dänisch-isländischen Künstler Ólafur Elíasson entworfene Circle Bridge, die das Thema Zugbrücke auf eine überraschende Weise löst und sich wie ein Drehtor öffnet. Viel Zeit haben wir auch auf dem historischen Gelände der Carlsberg-Brauerei verbracht, das als wichtiges Stadtentwicklungsgebiet gerade in ein modernes Viertel mit gemischter Nutzung aus Wohnen, Büro, Bildung und Freizeit umgewandelt wird. Kopenhagen hat in vielerlei Hinsicht einiges zu bieten und wir konnten auf jeden Fall viel Wissen und Inspiration mitnehmen. Auch die kulinarische Seite konnten wir sowohl bei Streetfood wie bei einem mehrgängigen Dinner ausgiebig testen und können Kopenhagen als Reiseziel auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.